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Bistumsjahr 2025 – 2026

Dankesanlass in Pfäffikon am 26.6.2026

Ein sichtbares Dankeschön an die kirchlichen Mitarbeitenden

Das kirchliche Leben feiern und die Mitarbeitenden ehren: Diese Idee der Bistumsleitung wurde am vergangenen Freitag Wirklichkeit. An einem der heissesten Sommertage dieses Jahres versammelten sich Seelsorgende, Pfarreileitende, Raumpflegerinnen und Katechetinnen zusammen mit Bischof Joseph Maria Bonnemain und dem Bischofsrat in Pfäffikon/SZ am See und feierten den Dankesanlass mit Gottesdienst, Mittagessen und Geselligkeit.

Text: Manuela Moser, Infobeauftragte des GV Zürich-Glarus

„Weil uns die Kirche nicht Wurst ist“, hiess es in fetten Lettern auf der Einladung von Bischof Joseph Maria Bonnemain. Und Wurst ist die Kirche offensichtlich Vielen nicht. Rund 600 kirchliche Mitarbeitende aus dem ganzen Bistum Chur nahmen den Weg nach Pfäffikon/SZ auf sich, trotz Hitze, und fanden sich im Zelt ein, idyllisch gelegen direkt am See.

Dankte allen Helfenden des Fests: Brigitte Fischer Züger vom GV Urschweiz. Foto: Manuela Moser

Dankte allen Helfenden des Fests: Brigitte Fischer Züger vom GV Urschweiz. Foto: Manuela Moser

Mit dem Dankanlass für die kirchlichen Mitarbeitenden sollte auch das Bistumsjahr mit den drei Anlässen in Chur, der Urschweiz und zuletzt am HB in Zürich zu Ende gehen. „Dir, lieber Bischof Joseph Maria, vielen Dank für den Anstoss und Impuls zu diesem Bistumsjahr mit den ergreifenden Anlässen, die wir feiern konnten“, sprach Brigitte Fischer Züger zur Festgemeinde. Zusammen mit OK-Präsident und Generalvikar Bernhard Willi (Urschweiz) war sie Mitinitiatorin für das Fest. „Bernhard, der du in unzähligen Tages- und Nachtschichten über den Ortsplänen gebrütet, Abläufe geschrieben und den Anlass bis ins Detail geplant hast“, lobte sie ihren Kollegen im Generalvikariat und fügte scherzend an: „Wäre er nicht Priester geworden, wäre er wohl heute ein gefragter Event Manager.“

Bischof Joseph Maria Bonnemain beim Einzug für den Gottesdienst im Zelt. Foto: Manuela Moser

Bischof Joseph Maria freute sich über die bunte Vielfalt der Gäste, „so vielfältig wie Kirche eben ist“, meinte er. Allen voran habe er zu danken, fügte er weiter an. Und: Wir alle sollten an der Zukunft der Kirche arbeiten, einer Kirche, in der alle Gläubigen Menschen des Gebets werden. „Denn sonst bleiben wir Veranstalter, Dozenten und Organisatoren“.

In seiner Predigt machte er die ernüchternde Lage der Fischer um Simon (später Simon Petrus) zum Thema, die trotz einer entmutigenden Nacht ohne Fang auf Bitte von Jesus von Nazareth erneut hinausfuhren und die Netzte nochmals auswarfen. „Sie bleiben trotz Erfolglosigkeit treu“, meinte der Bischof, und schlug den Bogen zu den anwesenden Mitarbeitenden der Kirche, die oft auch keine Wertschätzung empfingen, oft mit leeren Kirchen leben müssten.

Deshalb, so wiederholte er auch das Motto des Bistumsjahres von Hören-Handeln-Hoffen, sei es wichtig, zu den Leuten hinaus zu gehen. „Uscire, fahret hinaus, dorthin, wo die Menschen sind.“ Die Geschichte der Fischer sei also aktueller denn je.

(v.l.) Bischof Joseph Maria, GV Luis Varandas, GV Bernhard Willi, Diakon Urs Länzlinger, Brigitte Fischer Züger GV Urschweiz, Kanzlerin Donata Bricci. Foto: Manuela Moser

Ein starkes Zeichen: Den Gottesdienst am See feierte der Bischof zusammen mit allen drei Generalvikaren – Luis Varandas aus Zürich-Glarus, Peter Camenzind aus Graubünden und Bernhard Willi von der Urschweiz – sowie mit sämtlichen Mitgliedern des Bischofsrats. Begleitet von Sakristan Thomas Knobel und Team sowie den Ministranten aus Pfäffikon, Julian Mäder, Luisa und Samuel Zucchi. Adeline Marty aus Feusisberg sass am E-Piano.

Danach konnte die Grillparty am See beginnen. Bei den Ständen warteten 25 fleissige Helferinnen und Helfer, bestehend aus Mitgliedern des katholischen Turnvereins Freienbach und der Frauengemeinschaft Pfäffikon. Sie bedienten die Gäste mit Getränken, einem Risotto – und natürlich der besagten Wurst.

Helferinne und Helfer des katholischen Turnvereins Freienbach und der Frauengemeinschaft Pfäffikon. Fotos: Manuela Moser

Der Dank, so betonte Brigitte Fischer Züger, gelte aber auch dem OK-Team vor Ort, mit dem Pfäffiker Kirchenratspräsidenten Armin Immoos und der Kirchenrätin Anita Mathis der Kirchgemeinde Freienbach sowie der Seelsorgerin Brigida Arndgen von der Pfarrei Pfäffikon. „Mit den dreien haben wir das grosse Los gezogen.“ Ohne ihr grosses Engagement, ihr Organisationstalent und ihre Kreativität wäre es für das Generalvikariat Urschweiz nicht möglich gewesen, dies alles auf die Beine zu stellen, meinte Fischer Züger weiter. Zuletzt nannte sie auch die Kollegin im GV, Anita Mettler, welche im Sekretariat im Hintergrund wirkte.

Um 15.30 Uhr war Schluss. Alle müde, alle ziemlich durchgeschwitzt. Einer aber packte nochmals kräftig an: Bischof Joseph Maria Bonnemain. Eigenhändig half er, die Bänke und Tische im Zelt zusammenzutragen. Wie meinte er zuvor in der Predigt?

„Wir sind durch und durch Gemeinschaft.“

Bischof Joseph Maria Bonnemain packt selber an.
Foto: Brigitte Fischer Züger.

 

 

 

Bistumsjahr 2025/2026: Bistumstag auf dem Klosterhügel Ingenbohl


Äbtissin Sr. Rut-Maria Buschor, Benediktinerinnen Kloster St. Andreas, Sarnen

Nach Chur ist am Samstag die Bistumsregion Urschweiz nachgezogen: Der Begegnungstag im Kloster Ingenbohl-Brunnen im Rahmen des Bistumsjahres 2025/2026 lockte rund 600 Menschen an.

Das Wetter meinte es gegen Mittag plötzlich gut mit den Veranstaltern: Die Bänke im Innenhof konnten dank etwas Sonnenschein doch noch besetzt werden, die ausgeschöpfte Gerstensuppe schmeckte nun umso besser.

Severin Luther (Diakonie Kath. Kirche Nidwalden), Brigitte Fischer Züger (Bereichsleiterin Personal) mit einem Helfer beim Suppenstand (v.l.). Fotos Manuela Moser

Wer auch immer am Morgen schon auf dem Sternenmarsch der Dekanate Richtung Klosterhügel gepilgert war, wurde noch ziemlich nass: Es regnete bis kurz um 13 Uhr – die Zeit des Treffpunktes beim Kloster.

Hier starteten nun die verschiedenen Ateliers. So konnte man sich zum Kaffee-Gespräch mit Bischof Joseph Maria Bonnemain treffen, sich im Spielbus verweilen, biblischen Geschichten lauschen, bei der italienischen Mission eintauchen oder beim offenen Singen mitmachen.

Picknick im Innenhof des Klosters.

Wortgottesdienst mit Clown

Punkt 16.30 Uhr startete der Gottesdienst. Dafür sorgte eine Ordensschwester des Klosters, die auf Geheiss von Gastgeber Bernhard Willi, Generalvikar der Urschweiz, alle mit einer grossen Glocke in die Kirche rief.

Hier wurde ein besonderer Gottesdienst zusammen mit Bischof Joseph Maria Bonnemain gefeiert: Das Wort allein sollte zu den rund 400 Gästen dringen; zwei Puppenspielerinnen lockerten die Predigt auf.

Bischof Joseph Maria Bonnemain mit Generalvikar Bernhard Willi beim Gottesdienst.

Dazwischen sang der Chor «auris aurea» unter der Leitung von Deborah Züger. Ihre Mutter, Brigitte Fischer Züger, Co-Leiterin der Stabstelle Personal in der Urschweiz, richtete ihre Worte ebenfalls an die Gemeinde.


Clown Tomini, im richtigen Leben heisst er Thomas Habermacher, sorgte für Gänsehaut.

Den ganz besonderen Schlusspunkt setzte schliesslich Tomini, der Clown. Ja, der Zauberer und Clown, der mit richtigem Namen Thomas Habermacher heisst. Wie sollte das funktionieren? Es funktionierte. In einer Nummer, in der er Puzzlesteine zusammensetzte, die am Schluss auf wundersame Weise ein grosses ergab und die verschiedenen Strömungen innerhalb der Kirche symbolisierten. Schliesslich hatten sogar die Kritikerinnen und Kritiker wieder Platz im Kirchenraum. Das Publikum hatte ein bisschen Hühnerhaut, das war spürbar.

Nächster Gastgeber zusammen mit Bischof Bonnemain: Generalvikar Luis Varandas, Bistumsregion Zürich-Glarus.